Eine laue Sommernacht

01.07.2002:
Zapijo aus Linz a.d. Donau

Stand Hauptplatz 2 Uhr morgens. Irgendwann während der Woche. Außer etwas Wind geht nicht´s. Doch ab und zu wankt eine Gestalt in Richtung Standplatz und fällt in ein Taxi. So wird man auch Erster. Ob Funk oder Einsteiger übergeblieben ist noch keiner.

 

Oh Wunder! Ein Päärchen steuert direkt auf meine Citrone (habe einen Citroen) zu und steigt ein! "Grüß Gott, guten Morgen und wo darf es Hingehen", den Standardspruch heruntergeleiert (hoffentlich Richtung Heimat), Motor gestartet und die Uhr (Taxameter) eingeschaltet ist eines. Er - "Taxler, wo hat noch was offen". Guter Rat ist nicht Teuer, doch um diese Zeit, unter der Woche normal nur in der Altstadt. Einmal scharf nachgedacht und das eigene Heimgehgefühl mitkalkulliert - "Denke halt nur die Fledermaus". Doch siehe da er meinte doch kein Lokal, sondern ein Hotel!!! Über Zentrale anrufen lassen, ganz normal. "Ja die Lokomotive am Bahnhof hat noch etwas frei". Ok, wird angenommen.

 

Während der Fahrt kein Wort, nur Knutscherei hoch 5. Beim Hotel werden erste bedenken ihrerseit´s laut. "Was wird sich der Portier denken, wie Erklär ich das meinem Mann, und noch andere bedenken". Darauf steigt er aus, wirft einen 10er nach vor und meint: “Bring´s irgendwohin, aber hau schnell ab!” Zweimal lass ich mir sowas nicht sagen und gebe Gas. Und wohin jetzt, ist natürlich meine erste Frage? Ja nach Marchtrenk müsse sie, aber der Mann wird wütend sein und Geld hat sie auch keines. Kein Problem in meinem Wagen kann ein jeder auch mit Plastikgeld (alle Sorten) zahlen. Also dann Losgefahren und etwas nachgefragt. Probleme Zuhause, in der Arbeit und mit den Kinder´n, halt der normale Wahnsinn. Und in einer Nacht, so wie jetzt kann halt manches passieren. Doch für den letzten Schritt (ab ins Hotel) ist frau dann doch zu Feig.